Gesunde Ernährung und die Top-Food-Trends für Hotels

Bio-Boom, Superfoods, Local Food – hat jeder schon mal gehört. Aber sind Sie up-to-date wenn es um die heißesten Trends geht: Zero-Waste, CBD-Drinks, Hyperlokal, Hybridfood und Fast Casual, um nur einige zu nennen. Erfahren Sie, welche Trends es heute gibt und welche im Kommen sind.

Text: Laura Myers // FOTOS: iStock

Es gibt kein Entkommen – im positiven Sinn: Gesunde Ernährungstrends haben auch Hotelrestaurants und Zimmerservice-Menüs erreicht. Immer mehr Speisekarten führen mittlerweile auch gesündere Food-Optionen auf, darunter glutenfreie, vegane, vegetarische und pflanzenbasierte Gerichte sowie Smoothies und gesunde Cocktails. Selbst globale Ketten wie McDonald's und Burger King haben ihre Auswahl um eine Vielzahl von Salaten und Burgern auf pflanzlicher Basis erweitert, um anspruchsvolle Millennials anzuziehen, für die gesunde Zutaten selbstverständlich geworden sind. Hier sind einige der beliebtesten Trends für gesunde Lebensmittel.

Cannabis-Food kommt

Der große Trend du jour kommt aus den USA: CBD (Cannabidiol), das aus den Blättern, Blüten und Harzen der Cannabispflanze gewonnen wird. Es wird Wasser, Cocktails, Kaffee, Kombucha und Lebensmitteln beigefügt. CBD-Öl neigt dazu, einen erdigen, bitteren Geschmack zu haben; einige Variationen können jedoch neutral sein. Die US National Restaurant Association hat die CBD-Nutzung als den wichtigsten Food-Trend in den USA eingestuft. Viele EU-Länder haben CBD für medizinische Zwecke legalisiert. Diese Wundersubstanz lindert chronische Schmerzen, Ängste, Entzündungen, Depressionen und hat eine beruhigende Wirkung. Sie ist nicht psychoaktiv und macht nicht süchtig. Die Nachfrage boomt und viele US-Restaurants befeuern den Trend mit neuen kreativen Speisen. Aber Achtung: Überprüfen Sie zunächst, ob CBD in essbarer Form auch in Ihrem Land legal ist.

Kochen ohne Abfall

Das Zero-Waste-Kochen (abfallfreies Kochen) versucht, so gut wie alle Nahrungsmittel zu verwerten, also auch Speisereste, beschädigte Produkte oder äußerlich unattraktives und seltsam geformtes Gemüse. Aus diesen Zutaten kreiert die Zero-Waste-Küche neue Gerichte und Verwendungen für Nahrung, so dass es nur zu minimaler Lebensmittelverschwendung kommt. Zum Beispiel können Brokkoli-Strünke, die normalerweise nach dem Schneiden der Röschen in den Müll wandern, verwendet werden, um einen Fetakäse oder einen Kräuter-Apéritif zu kreieren.

Lokal? Hyperlokal!

Hyperlokal bezeichnet Lebensmittel und Getränke, die vor Ort im Restaurantgarten, in der Craft Brauerei oder mit saisonalen Produkten aus der (sehr) nahen Umgebung hergestellt werden. Die Gäste spüren die gartenfrische Qualität und schätzen den nachhaltigen Ansatz. Michael Kaiser, Food and Beverage Manager des Hotels Sacher in Salzburg: „Lokal und regional bezogene Lebensmittel haben oberste Priorität und sind ein deutlicher Trend. Das ist bei unseren Gästen sehr gefragt. Wir müssen aber auch sicherstellen, dass die Wünsche der Gäste nach internationaler Küche erfüllt werden.“

Power-Frühstück - den ganzen Tag lang

Immer mehr Restaurants und Hotels gehen dazu über, Frühstück ganztägig anzubieten. Natürlich nicht nur Marmeladebrot und Eier, sondern asiatische, afrikanische, arabische Food-Kreationen für den Morgen. Was das ist? Zum Beispiel Shakshuka, ein Gericht aus pochierten Eiern aus dem Nahen Osten, das in einer Pfanne mit würziger Tomatensauce gekocht wird. Zu anderen, ungewohnten Frühstücks-Variationen gehören: Proteinfrühstück, kreative Toasts, Mandelbeerenbrote, Reisvariationen oder ein Frühstückssalat. Klar, dass man diese Köstlichkeiten jederzeit essen kann, also auch zu Mittag oder gar zum Abendessen.

"Pflanzenbasiertes Fleisch"

Pflanzenbasierte Lebensmittel sind ein sehr spannender Food-Sektor, der pflanzliches Eiweiß für traditionelle Fleischprodukte wie Hamburger verwendet. Lebensmittelhersteller, wie Impossible Foods und das super-trendige Beyond Meat, ziehen traditionelle Fleischesser wie auch Veganer und Vegetarier an. Neue Start-ups stellen Milchprodukte ohne Milch her, z.B. Edlong und Daiya Foods. Ihr Konzept besteht darin, die Abhängigkeit des Menschen von tierischen Produkten und den für ihre Ernährung erforderlichen Anbauflächen zu verringern und die globalen Kohlenstoffemissionen zu reduzieren.

Fast casual und Pop-ups

Von charismatischen Chefs getriebene fast casual cuisine ist eine Mischung aus Fast Food und casual dining. Sie favorisiert das Konzept, dass Gäste an der Theke aus hochwertigen und gesunden Zutaten wählen, und dann ihre individuellen Mahlzeiten von Mitarbeitern zubereiten zu lassen.

Auch heiß: Restaurant Sharing, also das gemeinsame Nutzen von Restaurantflächen, beliebt vor allem in deutschen Großstädten wie Köln und München. So geht’s: alle paar Wochen gehen neue Restaurantkonzepte in der gleichen Location an den Start. Es ist ein schnelllebiger Rahmen, ein Wurstcafé wird durch ein peruanisches Restaurant abgelöst, ein mexikanisches Veganrestaurant durch neue indische Küche; Foodies lieben das vielfältige kulinarische Angebot! Der lässige, flexible Trend kennt kaum Grenzen: Pop-ups, also temporäre Restaurants, die in Fabriken oder leerstehenden Räumen aufmachen, Food Trucks, die für einen begrenzten Zeitraum in Weggeh- oder Businessvierteln auf Leerflächen parken, Food Halls, die alte Lagerhallen oder Fabriken wiederbeleben, mit dutzenden unterschiedlichen Restaurants und öffentlichen Sitzbereichen.

Hybridfood

Hybridfood kombiniert traditionelle Lebensmittel zu einem unverwechselbaren urbanen Mix, zum Beispiel: Croissant + Donut = Cronut, Burger + Ramennudeln = Ramen Burger in einem Reisbrötchen, oder Sushi + Burrito = Sushirito, eine Kombination aus japanischen und mexikanischen Zutaten, umhüllt von einem großen Blatt Sushi Nori.

Sie haben die Wahl: einige dieser neuen Trends in Ihrem Hotel umsetzen oder Ihre Gäste - mit Ihrem Expertenrat gewappnet - in die umliegenden Foodie-Viertel schicken. Nur eine Option steht Ihnen nicht offen: diese Trends komplett zu ignorieren.

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