Warum virtuelle Bezahlmethoden in der Hotellerie unabdingbar sind

Virtuelle Zahlungen verändern unsere Geschäftsabläufe, nicht zuletzt in der Hotellerie. Denn auch Geschäftsreisende entscheiden sich zunehmend für virtuelle Kreditkarten oder Zahlungsprozesse, weil sie sicherer sind.

Text: Lois Hoyal // FOTOS: iStock/shutterstock

Seit der Jahrtausendwende wird virtuelles Bezahlen immer beliebter. Mittlerweile sind virtuelle Kreditkarten und virtuelle Zahlungsverfahren wie PayPal in der gesamten Reisebranche weit verbreitet. Aus gutem Grund: Hotels, die virtuelle Bezahlmöglichkeiten anbieten, tun gleichzeitig etwas für mehr Datensicherheit und erhöhen die Kundenbindung – besonders bei Geschäftsreisenden.

Aus Kundensicht sind virtuelle Kreditkarten vor allem beim Ein- und Auschecken höchst unkompliziert. Denn Geschäftsreisende müssen sich keine Gedanken mehr darüber machen, ob sie das Zimmer mit ihrer privaten Karte bezahlen müssen oder sich um Kreditlimits sorgen. Mit der Buchungsbestätigung können virtuelle Kartennummern an das Hotel geschickt werden; der Geschäftsreisende muss sich nicht darum kümmern. Der wichtigste Punkt ist jedoch, dass die virtuelle Kreditkarte es möglich macht, ohne Karte im Portemonnaie zu reisen, sodass sie weder gestohlen, noch von jemand anderem verwendet werden kann.

Erhöhte Sicherheit

Da Datendiebstahl für Hotels eine zunehmende Gefahr darstellt, profitieren auch sie durch den zusätzlichen Datenschutz bei virtuellen Kreditkarten. Warum genau? Grundsätzlich funktionieren virtuelle Kreditkarten wie physische, allerdings gibt es einen wesentlichen Unterschied: Bei virtuellen Kreditkarten wird für jede einzelne Transaktion eine zufällig ausgewählte Kartennummer bereitgestellt, die ein Algorithmus generiert. Sie existiert nur für die einmalige, spezielle Verwendung. Selbst wenn ein Datendieb diese Nummer in die Hände bekommt, kann er sie nicht mehr nutzen, da sie ja für den vorgesehenen Zweck verwendet wurde. Jede Nummer wird immer nur für einen genauen Betrag und für die Verwendung an einem bestimmten Datum autorisiert. Dies bedeutet ein weitaus höheres Sicherheitsniveau als es herkömmliche Kreditkarten bieten können.

Das wissen immer mehr Geschäftskunden zu schätzen. Nicht nur das: Ein Hotel, das keine virtuelle Zahlungen bei der Buchung anbieten kann, riskiert längerfristig, dass die Loyalität seiner Geschäftskunden auf die Probe gestellt wird und Reisebudgets an Hotels verloren gehen, die virtuelle Zahlmethoden ermöglichen.

Problemlose Bezahlung

Umso besser, dass es für Hoteliers ganz einfach ist, virtuelle Zahlungmethoden einzuführen. Hotels, die bereits mit Kreditkarten wie Amex, Visa oder MasterCard arbeiten, sind automatisch in der Lage, virtuelle Kreditkarten derselben Anbieter zu nutzen. Sie müssen sich nur die Zeit nehmen, um sicherzustellen, dass die Mitarbeiter die Technologie verstehen und wissen, wie sie diese nutzen können. Längerfristig werden Mitarbeiter die Arbeitszeit im Hotel besser nutzen können als mit Rechnungstellung und Abrechnung.

Und die Entwicklung schreitet voran. Voraussichtlich wird virtuelles Bezahlen in der gesamten Hotelbranche bald Standard sein. HRS und Smarthotel entwickeln derzeit eine Lösung, die so harmonisch integriert werden kann, dass sich kein Hotelmitarbeiter mehr mit dem Zahlungsverkehr beschäftigen muss. Virtuelle Bezahlmethoden sind nicht die Zukunft – sie sind längst in der Hotellerie angekommen.

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